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Zeit zu Hanteln #2 Lügen trainieren keine Beine

24.06.2018

Lügen haben bekanntlich kurze Beine – kennt man ja. Doch was passiert, wenn man durchs Lügen erst wenig-gar keine Beine bekommt? (Anm. d. Red. bitte nicht wortwörtlich nehmen)
Darum und vieles mehr geht es heute, es ist wieder Zeit zu Hanteln! 

Jede(r) kennt es: Lügen. Jeder von uns hat es schon einmal bewusst oder unbewusst getan. Denn kleine Lügen bleiben meist ungestraft, aber schnell entwickelt sich ein Netz aus Lügen & Intrigen, deren Wechselbeziehungen aufrechtzuerhalten zum Teufelskreis wird.

Keine Angst, ich werde euch nicht mit psychologischen Analysen langweilen (Ach schade!); worauf ich hinaus will?!
Ganz einfach, in meinem Beruf als Personal Trainer werde ich fast täglich mit Lügen konfrontiert, bei uns eher als die berühmt berüchtigten Ausreden (EXCUSES!) bekannt.

The only thing standing between you and your goal, is the bullshit story you keep telling yourself as to why you can’t achieve it

Fakten

Wie mein Kollege Nico bereits in seiner Kolumne nic’x für ungut, die ich euch hiermit auch wärmstens empfehle, im Artikel „Physical Ejakulation“ über das Schwadronieren in der Fitnessbranche feststellt: vom schlau quatschen wird sich hier nicht viel tun

Ich stimme dem 100%ig zu und gehe sogar noch einen Schritt weiter zu behaupten:

Die Hantel bewegt sich nicht allein vom Quatschen!

Was einem im Laufe seiner Karriere als Personal Trainer  an hanebüchenen Geschichten aufgetischt wird, ist teilweise wirklich legendär!
In internen Personal Trainer Runden (Ja, ALLE Personal Trainer treffen sich 1x/Jahr extra dafür :P) sorgt das schon Mal für die ein oder andere lustige Anekdote.

lügen

Schon die alten Römer…sagten Ähnliches

Nein, ich spreche nicht von den üblichen Entschuldigungen, warum man Termin XY nicht einhalten konnte, sondern von den hardfacts bezüglich Training, Ernährung etc.
Denn seien wir doch mal ehrlich: Niemand wird, der nicht gerade wie Obelix als Kind in einen Kessel mit Proteintrank gefallen ist, dessen Wirkung bei ihm seitdem anhält und ihm damit dauerhaft übermenschliche Kräfte verleiht, ohne die Hantel zu stemmen, das Eisen zu ehren uvm., stark ohne entsprechendes Training.

Der Stolz

Dann nehme ich mal wirklich fiktiven Kunden XY, den ich regelmäßig nach Wohlbefinden, Muskelkater uvm. vom letzten Personal Training befrage.
Wir trainieren wirklich sehr ambitioniert zusammen, 2-3x/Woche und geben immer 110%.

Trotz maximaler Muskelermüdung bis hin zum Muskelversagen, gibt es selten das Feedback „Boah, an der Stelle tat mir alles weh“, wenn ich gezielt nach den trainierten Muskelgruppen frage.

Als guter Trainer weiß ich natürlich, dass Muskelkater nicht zwingend vonnöten ist, aber so GAR NICHTS?!
Gestern dämmerte mir dann DIE Erkenntnis…er will es vielleicht einfach nicht zugeben bzw. „Schwäche“ zeigen.

Stolz an sich ist etwas sehr Positives, aber nicht, wenn er einem beispielsweise selbst im Weg steht, wenn es um die Bewertung der eigenen Leistung geht. Niemand möchte jemanden etwas von der Leistung aberkennen, wenn man nach Schwäche(n) fragt, ob diese spürbar waren oder immer noch sind.
Es geht lediglich um eine Analyse, um zu optimieren und das Training ideal zu gestalten.

Was denn jetzt noch

Also: Ich möchte das Ganze mit einem frech geklauten Zitat zusammenfassen, wie es sich zumindest für mich richtig anfühlen würde ohne Lügen/Excuses:

Er trainierte seinen Körper jedoch nicht, um anzugeben oder sich von einem Haufen Leute begaffen zu lassen. Er hielt sich fit, weil es richtig so war. Die richtige Art zu leben – die einzige – bestand darin, der Klügste und Stärkste zu sein.

Zeit zu Hanteln!
Personal Coach und Athlet

Sebastian

author: Sebastian Werner