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Zeit zu Hanteln #1 Coach VS Athlet

07.06.2018

Herzlich Willkommen zu meiner Kolumne und neuem Format „Zeit zu Hanteln“, die/das regelmäßig alle 2 Wochen erscheint.

Der Stil ist bewusst persönlich und erhebt keinen Anspruch (den vor allem nicht) auf Wissenschaftlichkeit, Vollständigkeit, verzichtet auf Quellenangaben und sonstige Knebeln, die einem die Regelmäßigkeit und freie Gedankenentwicklung oftmals verwehren.

Teilweise „Frei nach Schnauze“ geschrieben, möchte ich mich daher mal mehr mal weniger kritisch mit Dingen auseinandersetzen, die mich (aktuell) beschäftigen und größtenteils einen Bezug zu Sport/Fitness/CrossFit haben.

Das ein oder andere Mal werde ich auch ausm Nähkästchen plaudern, das lässt sich fast kaum vermeiden. Natürlich berücksichtige ich dabei alle Schweigepflichten, EU-Datenschutzrichtlinien, Religionen, Trump-Anhänger/Innen, Ernährungsformen und viele ungenannte Formen…(nicht?) 

Los geht’s mit Numero #1: Wie sehe ich mich selbst? Eher als Coach, als Athlet, beides 50:50 oder oder…

coach

Wo fängt Coachsein an und wo hört es auf – Ich nachm Workout

Eines der Themen, das mir immer wieder durch den Kopf schwirrt/geistert, ist meine Prioritätensetzung und wie ich mich selbst bzw. in welcher Rolle auf Arbeit sehe.
Vielleicht hilft dieser Beitrag ja sogar auch Einigen, die es ebenfalls schwer haben Privates und Berufliches zu trennen, soll ja nicht nur für Sportler gut sein, ne?!

Aktuell war das während der CrossFit Europe Regionals besonders stark der Fall, wo ich so meine Probleme hatte und es mir schwerfiel zu differenzieren…

Excuuuse me, Coach???

Beispiel: Ich maxe mich 30 Minuten vor Kursbeginn am Pfingstmontagmorgen auf 115kg Hang Squat Snatch hoch, während schon die ersten „Drop-Ins“ in meine Box strömen (nicht als Besitzer, Liebe Grüße an meinen Chef & Kumpel Nico Peschke 😉
In den Satzpausen sammelte ich Energie, fokussierte und konzentrierte mich für den nächsten Maximalversuch. Sollte ich als Coach alle Leute begrüßen? Selbstverständlich! Sollte ich es als Athlet in dem Moment, der auch nicht als Coach danach da war? Ja, also eigentlich trotzdem, schließlich bin ich auch so immer noch Coach, egal wann, das kann man nicht einfach mal eben ablegen wie es andere mit Anzügen nachm Büro tun.

„Dein Einfluss auf andere ist einzig und allein davon abhängig, wie viel besser du sie behandelst, als sie es von dir erwarten“

Nur 1 Gerät in 2 Minuten-Klassiker

Da der kleine Basti aber auch gern mal seine Ruhe beim Training haben will, ganz nach dem eigenen Motto „Schweigen ist Silber, Trainieren ist Gold“, ist er zwischen seinen 2 Rollen (keine Speck-) hin- und hergerissen.

Ja, das stresst. Es nimmt Energie. Und Ja: Oft raubt es mehr Energie als es (zurück)gibt, aber ich bin damit wirklich sehr fein, weil ich beides bin: Coach UND Athlet.

Die Gedankenblitze zucken schon wieder so nervös durchs Gehirn, „richtig Pause ist das nun ja nicht mehr“ spricht meine innere Stimme zu mir.
Man steht auf einmal sogar unter Beobachtung!

Auf einmal ist man doch wieder VollAthlet oder was? Ja was denn nun, soll ich performen oder begrüßen, alles und das am besten noch zusammen?
Müssten andere meine Rolle als Athlet, gerade wenn sie mich durchs Internet vielleicht sogar kennen, den Moment erkennen, dass ich trainiere und respektieren, respektive vielleicht sogar gar nicht(s) von mir erwarten?

Kann man das überhaupt von anderen so verlangen, ich glaube nicht. Es ist doch so: Wenn man vor Ort ist bzw. einen die Leute sehen, ist man automatisch auch da in diesem Moment.
Vielleicht will ich manchmal aber auch gar nicht da sein…ich will einfach unsichtbar sein, trainieren, meine Ruhe (dabei) haben etc.

Oder spielt das alles nur in meinem Kopf und ich mache mir (wieder einmal) nur sinnlos unnötig viele Gedanken…die Wahrheit liegt wohl wieder einmal irgendwo dazwischen, ich möchte es aber positiv abschließen mit:

It never gets easier, you just get better

Mach endlich Schluss jetzt, bitte!

Wow, ihr habt echt bis HIERhin gelesen?! Ihr seid das Nonplusultra in dieser kurztextigen internetaffinen Zeit, aber eines bleibt mir (für) immer/noch zu sagen:

Zeit zu Hanteln!

In diesem Sinne
Personal Coach und Athlet

Sebastian

author: Sebastian Werner